| Irgendwann
im Spätjahr '99, als die Erinnerungen an die Mallorca-Tour verblaßten,
wurde es Zeit, sich etwas auszusuchen, worauf man sich die restliche,
trostlose, motorradarme Zeit des Winters freuen konnte. Irgendwann
im November '99 fiel die Wahl irgendwie auf die Pyrenäen, warum
weiß ich heute auch nicht mehr so genau. Ursprünglich als
Zwei-Mann-Unternehmen und Camping-Tour geplant, bin ich dann doch
alleine aufgebrochen und hab in Hotels und Pensionen übernachtet,
nachdem mein potentieller Mitfahrer wegen Urlaubssperre flachfiel... |
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Hier
ein paar Navigationspunkte:
Karlsruhe-Perpignan
| Villefranche | Sonnenofen
Odeillo|Abbaye de Canigou
| SchluchtenBurgen
|Andorra Route des Corniches
Spanien|Col de Tourmalet
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| Am
22. Mai sollte es losgehen, da wars nur zu günstig, daß
sich meine super HiTech Membranjacke am Vortag auf der Strecke von
Mannheim nach Karlsruhe zu meinen Eltern als nicht mehr dicht erwies.
Bei dem miesen Wetter also Regenjacke besorgt und die Abfahrt um einen
Tag auf 23. Mai verlegt. Aber Dann: |
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23.Mai
2000
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Buchtipp
!
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| Herrlich
sonniges, nicht zu warmes Wetter, traumhaft, gänsehautmäßig.
Tagesziel war Bourg-en-Bresse, ca. 550 km von Karlsruhe weg. Bis zur
Grenze bei Breisach gings die langweilige Dosenbahn lang, in Breisach
nochmal Fahrer und Mopped mit Brennstoff aufgefüllt und weiter
gings ab da nur noch auf der Landstraße. |
| Auf
der N 415 Ri. Colmar, hier auf die D 417 Ri. Wintzenheim - Munster
- Col de la Schlucht - Gerardmer. Als ich Col de la Schlucht überfahre,
ist es ca. 1 Uhr mittags, also kaum einer dort unterwegs. Ich laß
mir den kühlen Wind um die Nase wehen, genieße die Kurven
und, soweit es diese zulassen, den Blick hinab in die Rheinebene.
Der Rest der Strecke nach der kurzen Vogesenüberquerung als Highlight
ist fahrerisch relativ witzlos, deshalb hier nur eine Aufzählung
der Zwischenpunkte, vielleicht kanns einer als Vorschlag gebrauchen: |
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D
417 - Gerardmer - Remiremont - N 57 (E 23) - Plombieres - Luxeuil
les Bains - Vesoul - Besancon - N 83 - Lons le Saunier - Bourg-en-Bresse.
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| Insgesamt
hab ich für die Strecke Karlsruhe -> Bourg-en-Bresse brutto
ca. 10 Stunden gebraucht, außer dem Tanken und zwischendurch
ein Mahl bei McDonalds waren recht wenige Pausen dabei. In Bourg-en-Bresse
eine Übernachtung in einem der kuscheligen Formel1-Hotels,
das ich schon vom letzten Jahr, der Mallorca-Tour, kannte. Man findet
es, wenn man immer Ri. Genf/ Grenoble zunächst aus Bourg-en-Bresse
rausfährt, ca. 5-8 Km nach Ortsende versteckt es sich hinter
einer scharfen Abfahrt rechts. |
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| 24.Mai |
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| Etappenziel
des zweiten Tages war Perpignan oder weiter in die Pyrenäen hinein,
je nach Tagesform. Wetter genau richtig zum Moppedfahren, um ca. 9:00
Uhr gings los. |
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| N
75 - Ri. Grenoble - unterwegs Morestel - Evrieu - Voiron - N 92 -
Ri. Valence. Kurz vor Valence und zur Umfahrung gibt es, soweit ich
mich erinnern kann, kostenlos ein Autobahnstück. |
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| Die
Strecke bis dahin ist ganz nett, aber weder fahrtechnisch noch landschaftlich
ein besonderer Brüller. Richtig schön wirds dann aber hinter
Valence, wenn man in Richtung Montpellier nicht die N 7 nimmt über
Montelimar, Orange, Avignon, Arles, sondern rechts abbiegt Ri. Aubenas
und Ales. Man durchfährt dann nämlich das Ardeche-Tal, das
wirklich sehenswert ist. Als ich durch bin, gabs da kaum Verkehr,
so daß ich die weitgeschwungenen Kurven auf sehr guter Fahrbahn
für mich allein hatte. Die Gesamtfahrzeit wird natürlich
duch diesen Schlenker etwas verlängert, aber es lohnt sich auf
jeden Fall. |
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| Der
Rest ist schnell erzählt, von Montpellier auf der N 113 Ri. Beziers,
Narbonne, Perpignan. |
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| Irgendwo
hinter Montpellier hatte ich mit den deutschen Betreibern des Biker-Paradise
telefoniert und angefragt, ob die ne Unterkunft für mich hätten.
Das Biker-Paradise ist eine Untekunft für Biker, die aus einem
Haupthaus mit zwei oder drei Appartments besteht plus einem eigenen
Zeltplatz. Das ganze ist einfach traumhaft gelegen in den ansteigenden
Pyrenäen, genauer im Vallespir, der Ort heißt Llauro. Es
ist unter Insidern bekannt, war auch schon mit sehr positiver Beurteilung
im "Tourenfahrer" vorgestellt worden. Daher empfiehlt sich
die Reservierung sehr frühzeitig, die Appartments werden teilweise
schon im Vorjahr gebucht. Wie man hinkommt: Von Perpignan auf der
N 9 Ri. Le Boulou, in Le Boulou oder kurz dahinter rechts ab Ri. Ceret,
und in Ceret wieder rechts ab (ausgeschildert) Ri. Llauro. In Ceret
die zweite Abfahrt Ri. Llauro nehmen, nicht die erste, die ebenfalls
ausgeschildert ist, die ist zwar auch schön, aber sehr eng, teilweise
ist Schrittgeschwindigkeit angesagt. |
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| Leider
hatten die für mich "nur" noch ein Zelt übrig,
und so hab ich mich nach einer netten Unterhaltung mit den Eltern
der Betreiber wieder aufgemacht, um mir ein festes Bett zu suchen.
Mittlerweile wars nämlich so ca. 21:00 Uhr und ich somit rund
12 Stunden unterwegs und einigermaßen platt. Kurz hinter LeBoulou
in Ri. Perpignan fand ich dann auch ein billiges Trucker-Hotel und
sank nach einem Abendessen voller Vorfreude auf die Pyrenäen
in die Kissen. |
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| 25.-28.
Mai |
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Nächsten
Tages so um 10 Uhr morgens völlig enthusiastisch aufs Mopped
und abgetaucht in die Pyrenäen auf der N 116 zwischen Perpignan
und Andorra, natürlich in Richtung Andorra. Es ist eine sehr
schöne Strecke mit meist gutem bis sehr gutem Belag, leider ist
es halt auch die Ost-West-Hauptverbindung und so zumindest tagsüber
auch stark befahren; aber die eine oder andere Überholmöglichkeit
gibt's auch :-))).
Erstes schönes Fleckchen dort ist Villefranche de Conflent, ein
Städtchen aus dem elften Jahrhundert, das heute noch komplett
innerhalb seiner starken Befestigungsmauern steht, von außen
vermutet man zunächst gar keine Stadt darin..
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| Von
Villefranche aus geht es auch in zur Abbaye de St. Martin de Canigou,
einer heute als Kloster betriebenen Abtei ebenfalls aus dem elften
Jahrhundert. Später mehr dazu... |
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| Die
N116 beginnt sich kurz hinter Villefranche nach oben zu schrauben
und das Ganze wird kurvenmäßig immer interessanter, leider
durch langsamen PKW-Verkehr oft auch enger. Ich bin einfach immer
weiter gefahren bis zum Col de la Perche in knapp 1600 m Höhe
und hab mir in La Cabanasse eine Unterkunft für die nächsten
paar Tage gesucht. Die Gegend da ist im Winter Skigebiet und die Preise
auch außerhalb der Skisaison entsprechend. Für ein 1-Zimmer-Appartment
mit Bad und Küche hab ich 200 FF/ Tag hingelegt; die eigene Küche
war aber schon praktisch... |
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| Odeillo |
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Übrigens
befindet sich im nahegelegenen Dörfchen Odeillo ein riesiger
Parabolspiegel, der Sonnenofen von Odeillo, der zu wissenschaftlichen
Zwecken dort errichtet wurde.Ein
paar weitergehende Infos zu deiesem Ofen gibt es hier
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| Die
nächsten drei oder vier Tage hab ich mich dann in der Gegend
nördlich des Massifs de Canigou, des heiligen Berges der Katalanen
herumgetrieben. Es gibt da einen Haufen Burgen, Schlösser, Klöster
und sonstige sehenswerte Sachen. Die Zufahrten dorthin sind landschaftlich
und für uns Mopped-Fahrer sehr reizvoll, teilweise kommt man
aber recht langsam voran, also nicht zuviel Programm pro Tag vornehmen,
lieber weniger und dafür den Rest der Nase nach gestalten und
genug Zeit fürs Fahren übriglassen... |
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| Abbaye
de St. Martin de Canigou |
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| Ein
Highlight dieser Gegend ist die schon oben erwähnte Abbaye de
St. Martin de Canigou. Man kommt dorthin über Villefranche, am
Kreisel Richtung Vernet-les-Bains und irgendwann ist es dann ausgeschildert.
Trotzdem hab ich mich beim ersten Mal verfahren und bin an einem sehr
schön gelegenen Camping-Platz rausgekommen. Man muß einfach
in das Dorf hinter Vernet reinfahren und an einer Kneipe geht dann
ein schmaler Weg rechts ab, ein kleines, leicht zu übersehendes
Schild weist die Richtung. Das Mopped stellt man auf einem Parkplatz
weiter vorne ab und läuft dann zu Fuß ca. 10 Minuten zurück.
Der Weg an sich nach oben ist heftig. Ich habe ca. 40 Minuten gebraucht,
die Steigung beträgt schätzungsweise ca. 20 % und oben war
ich einfach alle, aber : ich würds jedesmal wieder tun. Die Aussicht
auf dieses Kloster ist einfach genial, ich hatte auch noch Glück
mit dem Wetter und so bot sich mir ein Postkartenblick. |
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Eine
schöne Rundfahrt für einen Tagestrip ist auch folgende Strecke:
Von der N116 bei Mont Louis auf die D 118 in Richtung Norden. Die
Landschaft da ist etwas karg, aber dafür ist es Moppedtechnisch
ziemlich gut ausgebaut, schöne, übersichtliche Kurven. Im
Verlauf kommen da ein paar Schluchten und Haltepunkte mit schöner
Aussicht. Teilweise muß man im ersten Gang mit Schrittgeschwindigkeit
an der Felswand entlangfahren, Vorsicht vor Gegenverkehr !! |
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| Nach
den Schluchten biegt man hinter Axat auf die N 117 ab und kann die
beiden bekanntesten Burgruinen dieser Gegend anschauen: Chateau de
Peyrepertuse und Chateau de Queribus. Ich hab aus Zeitmangel nur die
erstere besucht, die zweite soll noch toller sein. Die Zufahrt zur
Peyrepertuse ist ziemlich klasse, sehr gewunden, griffiger Belag,
allerdings recht schmale Straße. Ich war ganz froh, auf einer
handlichen Transalp zu sitzen und fühlte mich schon als Held
da hochzfahren, bis ich oben ankam und die ca. 8 Maschinen dort stehen
sah: eine YZF 1000 Thunderace und der Rest Harley der Gewichtsklasse
300 kg aufwärts. Respekt, extra ! |
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| Nachmittags
gegen 17:00 Uhr hab ich mich dann wieder auf den Weg zurück ins
Hotel gemacht, der Himmel sah da nämlich recht dunkel aus und
ich wollte nicht im Regen die Bergstrecke hochfahren. Die N 117 verläßt
man in Estagel, biegt im Ort auf die D 612 ab (langsam fahren und
Augen auf, leicht zu verfehlen, im Ort nach rechts unten abfallende
Kurve) und kommt dann wieder auf der N 116 Richtung Andorra raus.
Ab Villefranche bis oben am Hotel hat mich dann doch der Regen erwischt
und es war das erste Mal, daß ich mich auf dem Mopped richtig
mulmig gefühlt hab, die Piste hat sich nach der Trockenheit nämlich
in eine seifige Rutschbahn verwandelt, teilweise drehte das Rad im
zweiten Gang durch. Also Vorsicht da oben bei Nässe !! |
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| Andorra
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| Motorradmäßig
traumhaft war die Strecke nach Andorra und an Andorra vorbei die N
20 nach Norden Richtung Foix. |
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Die
Straßen sind sehr gut ausgebaut, Belag ist sehr griffig, alles
erste Sahne. Sprit ist dort wie vieles andere auch wesentlich billiger,
so ca. 40 % unter den französichen Preisen. Kommt man in der
Hauptstadt Andorra la Vella an, packt einen das blanke Entsetzen:
eine einzelne schmale Straße quält sich durch den Ort,
viel mehr als Schrittgeschwindigkeit ist nicht drin und links und
rechts ein Laden neben dem anderen mit Alkohol, Tabak, Schmuck,
Elektronik.... ich hab die erste Möglichkeit zur Umkehr genutzt
und bin die schöne Strecke wieder zurückgefahren. Übrigens
sollte man das mit den Zollbestimmungen ernst nehmen, die Kontrollen
sind recht gründlich, stichprobenartig auch mal 50 km im französichen
Gebiet.

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| Route
des Corniches |
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| Eine
schöne Strecke ist auch folgende: |
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| Die
N 20 nach Norden in Richtung Foix, in Tarascon-sur-Ariege nach dem
Dörfchen Bompas suchen und dort in die D 20 einbiegen, die auch
Route des Corniches heißt. Diese verläuft dann parallel
der N 20 wieder zurück nach Ax-les-Thermes, wo sie in die N 20
mündet. Der Reiseführer bezeichnet diese Strecke als eine
der schönsten der Pyrenäen. Ich fand sie ganz nett, aber
nicht den Brüller. Sie ist eng, also nichts für Knieschleifer. |
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| Nachdem
die vier Tage in den französischen Pyrenäen um waren, hab
ich mich südöstlich an Andorra vorbei in Richtung Spanien
aus dem Staub gemacht. |
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| Spanien |
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Auf
spanischem Gebiet bin ich erstmal der N260 gefolgt, in der Karte durchgehend
"grün". Hinter La Seu d'Urgell, am Ort Adrall, auf
der N260 geblieben, dazu muß man aber rechts abbiegen und ab
da ist die Strecke auf der Karte gelb, es geht nun durch die Zentralpyrenäen.
Die Gegend
wird zunehmend karger hier, dafür hat man kaum Verkehr auf der
Straße. Der Straßenzustand ist auf den "gelben"
Straßen wechselhaft. Mal denkt man, man ist auf einer "roten"
unterwegs, dann wieder auf einem Waldpfad. |
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| Irgendwann
nach reichlich 600 km machte ich mich auf die Suche nach einer Unterkunft
für die nächsten paar Tage. Mittlerweile war ich auf der
A138 angekommen, die auf die französische Grenze zuführt
und dort auf den Pic du Midi und den Col
de Tourmalet. |
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| Hängengeblieben
bin ich dann kurz vor Bielsa, im kleinen Hotel "Meson de Salinas".
Ich bin dort dann drei Tage hängengeblieben und hab von da aus
Tagestouren gemacht. Das Haus selbst ist nicht mit dem allerletzten
Komfort ausgestattet, aber zum Übernachten nach einer Tagestour
allemal ok. Alle Zimmer haben Toilette und Dusche, Fernseher stehen
auch drin, der Wirt hat mir sogar ein paar deutsche Sender eingestellt.
Das Essen ist für so ein kleines Haus richtig gut, das Frühstück
wie überall dort eher spartanisch. Jedenfalls hab ich mich da
sehr wohl gefühlt und werde da sicher nochmal hinfahren. Günstig
ist es auch noch, im Juni hab ich so um die 30,- DM bezahlt. |
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| Col
de Tourmalet |
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| Eines
meiner Tagesziele dort war der Col
de Tourmalet, bekannt aus der Tour de France. Man fährt
die A138 über Bielsa und den Tunnel de Bielsa nach Frankreich.
Dann folgt man der D929 bis "Arreau" und paßt auf,
daß man die Abfahrt Richtung Col d'Aspin und eben Col de Tourmalet
nicht verpaßt; es ist ausgeschildert, aber nicht eben ins Auge
springend. Die Gegend und die Straßen sind wirklich schön,
werden aber zwischendurch recht eng und verwinkelt, teilweise im ersten
Gang durch die Kehren. Wie man da auch noch mit dem Fahrrad hochkommt,
bekommt man von zahlreichen HobbyFahrern gezeigt. |
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| Auf
dem Col d'Aspin in ca. 1500 m Höhe hat man einen Herrlichen Blick
auf die Orte darunter. |
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| Fährt
man weiter, muß man am Ort Ste-Marie-de-Campan in Richtung Col
de Tourmalet abbiegen und bald ist man in 2115 m Höhe in herrlicher
Umgebung, wo man in aller Ruhe (zumindest im Juni) die Seele baumeln
lassen kann. |
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| Selbst
im Juni liegen da noch Schneereste, genug, um Mini-Schneemänner
zu bauen... |
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| Was
sonst noch ? |
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| Die
restliche Zeit in den Hochpyrenäen bin ich einfach der Nase nach
morgens irgendwo hingefahren und abends wieder zurück und nett
wars eigentlich überall. Mal etwas engere, malerische Sträßchen,
dann wieder größere zum schneller Fahren, aber fast immer
mit sehr wenig Verkehr drauf. |
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| Rückfahrt |
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Die
Rückfahrt bestand aus zwei Etappen;
zunächst an einem Tag quer durch die Pyrenäen nach Osten
an die Mittelmeerküste, wo ich in x zwei Tage am Meer ausgespannt
hab.
Dann in zwei Tagen zurück nach Karlsruhe, im großen und
ganzen über die gleiche Route wie auf der Hinfahrt. |
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| Fazit
? |
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| Lasst
es mich filigran ausdrücken: einfach geil ! Das mußte jetzt
raus. Auf den Straßen kaum was los, wenn man etwas abseits der
Hauptrouten fährt. Die Straßen selbst meistens in gutem
bis sehr gutem Zustand, von den ganz kleinen mal abgesehen. Landschaftlich
alles geboten, wobei überwiegend viel Grün zu sehen ist,
erst richtig oben wirds etwas karger. Mag sein, daß ich es etwas
verklärt sehe, weil es meine erste große Tour war und ich
die Alpen noch nicht gesehen habe, aber ich kann die Pyrenäen
jedem Moppedfahrer wärmstens empfehlen ! |
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| ...und
wenn ich irgendwelche Fragen beantworten kann, nur zu ! |
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