17 Oktober, 2002
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Die Dolomiten Touren im August 2002


Die Anfahrt | Strecke | Statt Fernpass | Anfahrt Hotel |
Unsere Unterkunft
| Die Reisezeit | Tagestouren | Kartenmaterial

 
Das allererste Mal in die Alpen, und das mit meinem taufrischen Grauschnabel - Erwartungen und Vorfreude waren riesengroß und sie wurden nicht enttäuscht.
   
Eigentlich war geplant eine Woche mit der weltbesten Sozia in den Südschwarzwald und dann eine Woche Dolomiten mit meinem Kumpel Marc. Als mir die weltbeste Sozia beim Hotelsuchen in den Dolomiten am Computer über die Schulter schaut, meint sie:
 

"Ohhh, da ist es aber schön, so schön ist doch im Schwarzwald nicht, oder ?"

 
 Doch, Schwarzwald ist sicher auch schön, aber an die Dolos reicht er nicht ganz heran....

Ein Blickwechsel, und das ausgesuchte Hotel wurde kurzerhand zweimal gebucht, einmal die Woche vom 12.08. an und nochmal die letzte Augustwoche.
 
Die Anfahrt hätte die beiden Male unterschiedlicher nicht ausfallen können. Beim ersten Mal saß der Verfasser dieses Berichts von Bruchsal auf der A5 bis kurz vor der österreichischen Grenze im Regen, während Madame in der trockenen und warmen Umgebung eines DB-Reisezugs mit Ziel Brenner saß, dort wurde sie dann von ihrem Ritter der Landstraße abgeholt und in die Gemächer des Hotels gebracht, mittlerweile war schönster Sonnenschein ausgebrochen.
   
Bei der zweiten Tour fand die Anfahrt bei richtig schönem Wetter statt, dafür am Fernpass teilweise in Schrittgeschwindigkeit. Lieber hätte ich die Anfahrt wieder im Regen gemacht (fand ich nämlich gar nicht so wild) und dafür vor Ort auf den Regen verzichtet...
   
Die Strecke an sich verlief von Mannheim über die A6, A5 nach Karlsruhe, dort auf die A8 nach Stuttgart, Ulm, am Kreuz Ulm/Elchingen auf die A7 nach Kempten/Füssen/Reutte. Über den langweiligen oder verstopften Fernpass auf die Autobahn A12 in Richtung Innsbruck, von da auf die A13 (Brennerautobahn) Richtung Brenner. Am Wochenende standen wir da auch ordentlich lange vor den Mautstellen. Für die Brennerautobahn wurden 7 € fällig, für die Strecke von Brenner bis Ausfahrt Klausen 2,90 € (glaub ich..)
   
Statt Fernpaß gibt es eine nette Alternative, die wir auf der Rückfahrt genommen haben: Bei Zierl von der A12 runter auf die Nr. 2 Richtung Seefeld, Mittenwald, Garmisch. In Garmisch Richtung Oberammergau halten und auf der B23 kurz hinter Ettal abbiegen Richtung Linderhof. Diese Straße nennt sich Deutsche Alpenstraße, führt am Plansee vorbei und man kommt irgendwann auf die Strecke Reutte --> Füssen. Man erspart sich den langweiligen und/oder verstopften Fernpaß und fährt ziemlich alleine durch eine schöne Gegend.    

Anfahrt zum Hotel: direkt nach der Mautstelle nach der Ausfahrt Klausen links hoch, Richtung Grödner Tal (rechts gehts über eine Brücke nach Klausen Ort, Brixen, Bozen...). Über eine schön geschwungene Strecke gehts dann in ca. 10 Min nach Lajen. Die Hubertusstube liegt genau an der Straße links, direkt nach der Abzweigung nach links zum Ort Lajen, also nicht da abbiegen.

   
Unsere Unterkunft war der Gasthof Hubertusstube in Lajen, das liegt zwischen Klausen und St. Ullrich, ca. 20 km von der Sella-Runde entfernt. Das Haus war der volle Glücksgriff: tolle Zimmer, gutes Essen, nette Wirtsleute, Tiefgarage für die Moppeds und das alles recht günstig. Wir waren sicher nicht zum letzten Mal da !
 
Die Reisezeit hätte etwas günstiger sein können. In der Woche ab dem 12.08. war es unglaublich voll, die Ferienzeit in Italien hatte gerade begonnen. Es gab Pässe, da sind wir im ersten Gang mit schleifender Kupplung gefahren und das bei 25° im Schatten - ätzend ! Vor allem die ganz bekannten Sachen wie Sella oder Grödner sollte man da besser meiden, eher spät am Tag fahren, und mit spät meine ich jenseits 18.oo Uhr. Dafür war das Wetter genial, am Nigerpaß z.B. konnte man bis zur Ortler-Gruppe schauen !
 
Bei der zweiten Tour in der letzten Augustwoche war es nicht mehr so voll, dafür hatten wir öfter mal Regen, meistens sind wir ab ca. 15.00 in den Regen gefahren oder auf nassen Straßen nach Hause getuckert.
Nächstes Mal werde ich auf jeden Fall versuchen, früher im Jahr zu fahren. So Mitte Juni bis Mitte Juli, je nach Wetter.
   
Die Tagestouren umfassten so ca. 250-350 km, wobei die 350 km an einem Tag in den Alpen schon hart an der Spaßgrenze kratzt. Wenn man nämlich nicht gerade in den Alpen wohnt und diese geballte Fülle an Kurven und Kehren gewohnt ist, ist höchste Konzentration angesagt, und zwar den ganzen Tag. Mir persönlich haben in der ersten Woche auch die Supersportler zu schaffen gemacht, die öfter mal recht forsch überholen und einen auch mal in Bedrängnis bringen, nervig...
   
Als Kartenmaterial hatten wir die Genaralkarte Südtirol dabei, für meinen Geschmack die am besten ablesbare Karte für den Tankrucksack während der Fahrt. Soll man nicht tun, ich weiß....
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