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| Diese
Tour war eine Premiere besonderer Art, denn Susi auf der höllenmäßigen
CB 500 in der für Fußrasten-Kratzer typischen Lackierung
"Funkensprüh-Orange" war zum ersten mal mit von der
Partie in den Dolomiten. |
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| Da
ich zu faul und mit der Ausarbeitung der Tagestouren auch völlig
ausgelastet war, hat der geneigte Leser folgende Tour-Zusammenfassung
eben dieser Susi zu verdanken, die bei fast jedem Stop unterwegs
Protokoll geführt hat: |
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Anfahrt
Samstag, 18. Juni:
... hoffentlich hält das Wetter ? |
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| Los
ging es in aller Herrgottsfrüh um 8 Uhr, denn der Tag drohte
lang zu werden. Das Wetter war optimal für eine Anreise auf
dem Motorradl, nicht zu warm, nicht zu kalt. |
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Die
Moppeds standen betankt, bepackt, mit Pickerl (10-Tage knapp 4 €)
beklebt im Hof und harrten auf die Losfahrt.
Gepäcktechnisch hatte ich die schlanke Variante gezogen, mein
Ritter der Straße opferte sich mitsamt seines Gefährtes
als mein Packesel und hatte so mit 2 Seitenkoffern und einem Topcase
das Nachsehen. Maciej fuhr ebenfalls mit kleinem Gepäck, ein
kleines Gepäckröllchen als Sozius und ein Topcase (der
ominöse Inhalt stellte sich später als Reserveöl-Flasche
bei evtl. öldurstiger GS heraus) zierte sein Mopped. Ich ging
gepäcktechnisch sozusagen leer aus, als Alibi hatte ich mir
zumindest einen Tankrucksack aufgeschnallt. Meine vehementen Proteste,
mir doch auch was von dem Gepäck zu geben, wurden lapidar mit
„du hast doch nur 60 PS“ abgetan.....nun gut.... außerdem
war mir doch reichlich mulmig in der Magengrube zumute ob der potentiellen
Anstrengung in meinem Kampf gegen den Wind (die beiden Herren der
Schöpfung vergraben sich auf der Autobahn hinter ihren Windschutzscheiben...meiner
einer hat hier das Nachsehen). |
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| Nach
diversen guten Wünschen der Zurückbleibenden wie „fahrt
vorsichtig“ machten wir drei uns dann auf in unseren Dolomiten-Urlaub. |
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Los
ging es von Mannheim via A6/A5 und schon bei Karlsruhe bremsten
Brückenarbeiten unseren guten Fluß....Kaum überwunden,
drohten wir in den nächsten Stau hinein zu geraten: die Abfahrt
zur A8 war zumindest im einsehbaren Bereich dicht bestückt
mit Autos.
Aber dank Maciej und seiner Ortskenntnisse (was sich im weiteren
Verlauf noch als grandios nützlich herausstellen sollte...)
wurden wir über Karlsruher Vororte um diesen Stau herum gelotst.
Die Fahrt ging dann im weiteren Verlauf flüssig und ereignislos-öde
über Stuttgart- Ulm, Richtung Füssen/Reutte und Österreich-Grenze
zum Fernpaß. Nach einem kleinen stärkenden Zwischenstopp
und einer leicht verwolkten Aussicht auf die Zugspitze ging es weiter
Richtung Brennerautobahn (allmählich kamen dann am Horizont
die ersten Alpengipfel zum Vorschein). |
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| Die
Brenner-Passage (8 €/Motorrad) war ebenfalls gänzlich
staufrei und nach einem kurzen „nütz die günstigen
österreichischen Spritpreise und rauch eine Zigarette Päuschen“
ging es dann weiter in’s gelobte Kurvenland Italien. |
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| In
Sterzing dann alla hopp! runter von der Autobahn (für ca. 800m
Autobahnbenutzung zahlten wir dann doch 1€!), kurzer Lagecheck
ob noch genügend Kräfte (insbesondere bei mir) vorhanden
waren und ab Richtung Penser Joch. |
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In
Corvara schnelle Durchfahrt, denn inzwischen tat uns allen geringfügig
der Hintern weh...
Aber Maciej zauberte aus seinen Nähkästchen noch eine
grandios-witzige Fahrt über ein enges Sträßelchen:
Wangen...Callabo.... Doch dann kam Ponte Gardena in Sicht und flugs
ging es dann links ab Richtung Laien.
Und da war sie..unsere Heimat für die nächsten 6 Tage:
Nach 600 km kamen wir um 18.15 Uhr noch erstaunlich frisch in der
Hubertusstube (www.hubertus-stube.com) an. |
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Erster
Tag vor Ort, Sonntag, 19. Juni:
...der Berg ruft... |
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Und
wieder frühes Aufstehen (der Urlaub drohte nix für Morgenmuffel
zu werden)
um 8.00 Uhr war Frühstück angesagt....aber morgens war
es noch kühl und die Straßen leer. Das Wetterchen war
traumhaft... und so machten wir uns auf die Reifen. |
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| Nur...der
Tank verlangte nach Befüllung! Jetzt find mal einer in Italien
am Tage des Herrn eine Tankstelle...eine Tankstelle mit einem lebenden
Wesen, welcher gewillt wäre, dir gegen einen geringen Obulus
Kraftstoff in den Tank zu füllen....NIX WAR’S: Anfänglich
hatten wir noch alle Hoffnungen in Richtung Bozen an der Schnellstraße
12 eine solche Einrichtung zu finden, nach 40 km schwand diese Hoffnung
und so nahmen wir den ersten Kontakt mit einer Automaten-Tanke auf....
Marc tat seinen Unmut ob solch einer Einrichtung mit Nachdruck kund,
doch was half es...wir MUSSTEN tanken. So gaben wir dem Automaten
mal vorsichtig ein Scheinchen zu fressen....und siehmaleinerguck:
es funktionierte! |
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| Doch
durch dieses Happening mußten wir dann wieder ein kl. Stückchen
zurück, um dann via Steinegg eine kehrenreiche (16 Kehren auf
ca. 5 km) und nicht ganz übersichtliche Strecke, die sich auch
noch durch eine relative Hoppeligkeit auszeichnete Richtung Passo
Lavaze den Tag endlich in Angriff zu nehmen. Dennoch fanden wir
alle drei diese Strecke sei ein würdiger Beginn des ersten
Tages (auf meiner persönlichen Sympathie-Skala (SS) hatte diese
witzige Fahrt immerhin ein +++ erhalten) |
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Die
Auffahrt zum Lavaze ist richtig fein (SS ++), die Straßen
waren gut und auf der Lavaze-Passhöhe empfing uns ein kleiner
See und....... viele Mücken. Weiter ging es nach einem Päuschen
Richtung Tesero, Predazzo, Bellamonte und Passo di Rolle. Und dann
die Katastrophe:
5 Millionen Fahrrad-Fahrer !!!!, alle mit Startnummern. So folgerten
wir fluggs: das ist ein Straßenrennen! Stimmte auch, kam man
an einem Pulk vorbei, tauchte nach der nächsten Kurve mit Sicherheit
ein weiterer keuchender Vertreter dieser Sportgattung auf, es hörte
einfach nicht auf.... wir überholten was das Zeug hielt...ungeachtet
irgendwelcher Verkehrsvorschriften, um die sich die Radler nämlich
auch nicht scherten und gaben dann doch frustriert auf. Auf einem
eklig-schottrigen Parkplatz zollten wir den Radlern unsere (Ver-)
Achtung und bewarfen sie gedanklich mit Kraftausdrücken, das
gleiche taten wir auch mit den Veranstaltern, ob der Tatsache, dass
bei einem solchen Rennen die Strecke für den „normalen“
Verkehr nicht gesperrt wurde
(„DAS hätte es bei uns in Deutschland NIIIIIIE gegeben....“).
Inzwischen habe ich erfahren, dass das die Transalp-Rundfahrt war,
ein Amateurrennen über diverse Pässe der Dolomiten, so
dass wir uns im Nachhinein glücklich schätzen konnten,
nur diesen einen Kontakt mit dieser Gattung der Zweiräder gehabt
zu haben. |
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| Aber
wir hatten ja Maciej und seine Ortskenntnisse, so dass wir als Alternative
für den verhunzten Rolle-Paß von diesem abbogen und uns
via PassoValles (wahrlich KEINE schlechte Alternative, neinneinnein,
ganz im Gegenteil! SS++) Richtung Falcade bewegten.
Dann ein etwas ödes Stück (denn da gab’s keine Kurven!)
nach Cendenighe/Agordino, dann ging es weiter Richtung Norden über
Alleghe (zu Marc’s Leidwesen keine Pause bei einem Cafe am
See) zum Passo Giau. |
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| Oben
angekommen: Marc und Maciej strahlen, ich stinkig! Des einen Freud,
des anderen Leid....es lief beschissen ! Ich kam an diversen Bussen
und Wohnmobilen nicht vorbei und zudem klappte alles nur reichlich
unflüssig ...aber ein guter Apfelstrudel (der Beste im gesamten
Urlaub, mit Pinienkernen...hmmm lecker) richtete auch meine Laune
langsam wieder ein, zudem bekam ich tröstenden Zuspruch von
meinem beiden Männern. |
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| Und
so verbrachten wir bei herrlichem Sonnenschein eine Weile mit Angucken
der anderen Motorräder (die es dort doch sehr zahlreich gab),
photographierten wild die herrliche Aussicht und Maciej bekam dann
auch noch ein Schmankerl zu sehen...eine Sport-GS in einer suuuuuuuuuupertollen
Lackierung (na ja...Marc und ich fanden sie nicht so toll ;-), was
er wild knipsend auch in diversen Bildern festhielt. |
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Die
Abfahrt vom Giau Richtung Pocol ist dann leider ein notwendiges
Übel (die Straße hat doch einige Schäden), .aber
wie sollten wir sonst zum nächsten Paß kommen? Via große
Dolomiten-Straße, dann rauf auf den Passo di Falzarego (SS+)
mit viel Wind und auf der Paßhöhe nach einem kleinen
Stopp weiter auf den Passo di Valporola (SS+) mit vereinzelten doch
etwas gewöhnungsbedürftigen holprigen Strassenabschnitten.
Via La Villa/Stern, Richtung Corvara, dann rauf auf das Grödner
Joch (SS+++) mit genialer Aussicht und genauso genialer Kurvenführung..
(der unglaublich langsam fahrende Berliner wurde von Marc und Maciej
nur mit einem kurzen Gasgriff-Drehen bedacht, ich hatte etwas länger
das Vergnügen mit diesem Vertreter der Flachland-Bevölkerung).
Das notwendige Übel der Durchfahrt durch Wolkenstein, Sta.
Christina und St. Ullrich auf der Heimfahrt nach Laien wurde mir
versüßt, indem ein Carabinieri-Auto mit Argusaugen das
Einhalten der 50 km/h bewachte....
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Zweiter
Tag, Montag, 20 Juni:
...Laßt uns die 300 km knacken... |
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| Das
Problem mit dem Tanken hatte sich dank „Montag“ schnell
erledigt, eine „lebende“ Tankstelle direkt vor der Haustüre
behob das Problem der durstenden Motoren..... |
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| Es
ging los via Castelruth, Seis am Schlern, Fie/Völs über
Tires/Tiers (Pech, wenn man da einen Bus vor sich hat....) gen Passo
di Nigra (SS+++) (der ehemals „beste Latte Macchiato“
hatte laut der beiden Insider M&M erheblich an Qualität
verloren...was jedoch der wunderschönen Auffahrt und der grandiosen
Aussicht auf den Rosengarten keine Abbruch tat). Flugs abgebogen
auf den Karerpaß (SS+++), Richtung Vigo. Auf der 48 Richtung
Canazei konnten wir uns bereits mental auf den Pso.di Feidaia (SS+++)
einstellen. Auf der Paßhöhe am Fuße der Marmolda
beschloß ich, dass dies MEIN Paß sei! Würd ich
kaufen, glatt! |
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| Abfahrt
Richtung Rocca, Alleghe, Cenenighe/Agordino, Agordo, wieder aufwärts
auf den Forc. Aurine und den Pso. Cereda (SS+), womit wir den südlichsten
Punkt des Tages erreichten. In Fiera d. Primiero wieder nach Norden
über den Passo di Rolle läuteten wir langsam die Heimreise
ein. Dann vom Rolle-Pass rechts ab auf den Pso di Valles, Richtung
Passo di Pellegrino (SS+), der sich uns doch reichlich eng präsentierte.
In Moena dann ein wenig Augenshopping (der Ort könnte auch
Mondäna heißen....), schlossen wir den Kreis in Vigo
und mit dem Karerpaß. Via große Dolomitenstraße
durch das Eggental (SS+++), einer engen, kurvigen Straße durch
eine Schlucht, Richtung Bozen. Dann ging es immer an einer steinigen
Wand lang, genial-kurvenreich (SS +++) via Fie/Völs und Castelruth
wieder zurück nach Laien mit 302 km im Gepäck. Wir hatten
sie also geknackt, die 300er-Grenze |
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Dritter
Tag, Dienstag, 21. Juni:
...a long day running... |
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| Wieder
morgens früh raus, nach kurzem Tankstop (der Tankstellen-Mensch
sprach uns bereits mit Ciaou an), via Landstraße Richtung
Eggental/große Dolomitenstraße und Karerpaß (ein
wirklich sehr hübscher türkisblauer See mit einem phantastischen
Panorama- allerdings fanden das auch ca. 20 Reisebuss-Insassen!),
Richtung Vigo und Pozza di Fassa nach Canazei. So begannen wir die
Sella-Ronda mit Sella-Joch (SS+++) (die Welt ist klein, denn dort
oben trafen wir 2 Mannemer und einen Hepprummer), Grödner-Joch
(SS+++), Passo di Campolongo (SS +++), Passo di Pordoi (Kühe!
Auf der Straße! Dank deren Exkremente waren die Straßen
dann kurviger als es die Karte eigentlich glauben ließ) wieder
nach Canazei zurück. Flugs über den Fedaia (sollte ich
bereits erwähnt haben, dass dies ein wunderschöner Paß
ist?), Richtung Passo di Staulanza (SS +). Am Himmel bahnten sich
langsam die ersten Wolken an, am Passo Duran (SS+) entluden sie
sich dann. Günstigerweise jedoch gerade als wir die Paßhöhe
überfuhren, denn da war ein kleiner Unterstand, in den wir
uns reinretteten (und mit uns noch 10 andere Moppedfahrer), mutig
fuhren wir dann ohne Regensachen weiter Richtung Agordo nachdem
die Nässe von oben nachgelassen hatte, dann Forc. Aurine und
Passo di Cereda (in brütender Hitze und trockenen Fußes
bzw. Reifen) und in Fiera di Primiero dann wieder auf den Passo
di Rolle, nach Predazzo, Moena, Vigo, über den Karerpaß,
in Richtung Eggental. |
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Auf
der Abzweigung Richtung Landstaße dann die Kathastrophe, aber
das soll Marc erzählen......
Da am Dienstag in der Hubertusstube Ruhetag ist, war bereits am
Morgen die Entscheidung gefallen, in Klausen in einer Pizzeria den
Tag zu beenden. Und so fielen wir nach 380 km reichlich müde
in der Pizzeria Walter von der Vogelweide ein.
Vollkommen gesättigt und zufrieden ging es dann im Dunkeln
nach Laien zurück.
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Vierter
Tag, Mittwoch, 22 Juni:
...Mann, ist das heiß oder im Westen nix neues... |
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Wir
hatten am Abend zuvor den Beschluß gefaßt , dass wir
nun auch mal den Westen erkunden wollten und so machten wir uns
von Laien via Landstraße 12 Richtung Bozen auf. Unterwegs
hatten wir Marc irgendwo zwischen Laien und Bozen verloren, es stellte
sich dann heraus, dass er lebende Bewohner in seinem Helm hatte...und
da dies kein feines Gefühl war, hatte er versucht die Ohrklammern,
die über Nacht Domizil in seinem Hut bezogen hatten und sich
nun ob der drohenden Räumungsklage flugs in den Innenauskleidungsfurchen
verschanzten, mittels Zigarettenrauch auszuräuchern bzw. aus
ihrer Übergangsbehausung zu vertreiben, was dann auch gelang.
Nach einem kurzen Schlenker über die Autobahn ging es dann
gleich wieder auf die Landstraße Richtung Mendelpaß
(SS-). |
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| Meiner
Meinung nach eigentlich ein ganz hübscher Paß, wäre
da nicht der dichte Verkehr und die Baustelle in einer Kehre gewesen:
So präsentierte sich uns dort just das tiefe Innenleben einer
noch nicht geteerten Straße mit einer ca. 100 m langen Schotterstrecke.
Oben auf dem Paß beschlossen wir, dass dies zwar ein weiterer
Paß auf unserer Liste gewesen sei, wir aber nicht den unbeherrschbaren
Drang verspürten diesen Paß erneut zu fahren. Nach einer
kurzen Kaffeepause auf dem Paß und einem Gespräch mit
2 Motorradfahrern, die auf der Durchreise nach Cannes waren, setzten
wir den Weg Richtung Fondo zum Gampenjoch (SS+) fort. Auf der Runterfahrt
hatte ich einen kurzen Blickkontakt mit einem Rehkitz, das gemütlich
am Fahrbahnrand stand und sich nicht entschließen konnte,
in welche Richtung es weiterlaufen wollte, sich aber dann dank heftigen
Hupens wieder in den Wald trollte. Auf halber Abfahrt drehten wir
dann wieder rum, um Richtung Fondo, Revo, Male den Passo Campo Carlo
Magno (SS++) in Angriff zu nehmen. Die Durchfahrt durch Madonna
di Campilio gestaltete sich unspektakulär und weiter ging es
über Carisolo, Pinzolo, Tione di Trento, Stenico, Vezzano,
Richtung Trient. Inzwischen brüteten wir in unserem eigenen
Saft, es war unglaublich heiß und dieses Gefühl fand
auch sein lesbare Bestätigung in Form einer digitalen Temperaturanzeig
an einer Apotheke: 42°C im Halbschatten! Die Durchfahrt durch
Trient war, sagen wir mal etwas unorthodox, auf jeden Fall verfolgte
uns das Schild „Centro di Trentino“ auf einigen Kilometern,
aber endlich fanden wir dann die richtige Abfahrt und machten uns
Richtung Baselga do Pine, Bedollo, Sover, Castello Molina di Fiemme
und Cavalese Richtung Passo di Lavazze auf. Glücklicherweise
ging es wieder etwas nach oben, die Temperaturen waren dennoch weiterhin
backofengleich. Via des wunderschönen und kühlen Eggentales
ging es dann wieder über die Landstraße 12 nach Laien.
Und ohne es so richtig zu merken hatten wir wieder 370 km unter
den Reifen gehabt. |
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Fünfter
Tag, Donnerstag, 23.Juni:
...the drifting day.... |
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| Ich
brauche nicht zu erwähnen, dass wir erneut reichlich früh
von Laien aufbrachen. Via St. Ullrich, Wolkenstein ging es dann
Richtung Sellajoch, welches wir dieses mal nicht mit einer Pause
beehrten, sondern zügig Richtung Canazei überquerten.
Es zog uns erneut zum Pso. di Fedaia und nach einer prolongierten
Pause in dortigen Refugio di Marmolada mit einer phantastischen
Aussicht auf die Marmolda ging es dann Richtung Pso di Falzarego.
Auf der Abfahrt vom Fedaia genoß ich dann gleich mehrmals
das unbeschreibliche Gefühl eines rutschenden Hintereifens
und auch Matcij hatte so seine Aha-Erlebnisse. |
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| Nur
Marc zog unbeeindruckt seine Kreise...... Auf dem Passo di Falzarego
angekommen, hatte Marc die zündende Idee, dass wir uns mittels
einer Gondelfahrt auf den Monte Lagazuoi um weitere 500 Höhenmetern
über die schon von der Paßhöhe beeindruckende Aussicht
erheben könnten. Taten wir dann auch und für ca. 11€
hatten wir eine wunderbare Aussicht über die dortigen Gipfel
...und anschließend einen Sonnenbrand! Weiter ging es dann
über den Passo di Giau (die Anfahrt von dieser Richtung erschien
uns allen als nicht wiederholungsbedürftig (SS-), auch weil
erneut etwas Reifenschlingern angesagt war) zurück zum Passo
di Fedaia. Via Canazei und Pozza machten wir uns dann wieder auf
gen Karerpaß und Passo di Nigra auf die Socken. Und weil die
Strecke „ an der Wand lang“ über Tiers, Völs,
Seis am Schlern bereits von uns als „schön“ eingestuft
war, fuhren wir sie erneut...um dann wieder in Laien anzukommen.
Und alles in allem waren es an diesem Tag 250 km. |
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Sechster
Tag, Freitag, 24. Juni:
Nehmen wir die Regensachen mit? Ach nöö, brauchen wir
doch nicht... |
| Morgenstund
hatte auch an diesem Tag Gold im Mund und so ging es von Laien über
die Landstraße 12 Richtung Steinegg. Dort oben konnte ich
Marc dazu bewegen, doch einmal das unbeschreibliche Fahrgefühl
meines Moppedls auszutesten und nach einer kurzen Trink-und Rauchpause
nahmen wir dann den Karerpaß mal wieder ins Visier. Über
Forno ging es dann zum Rollepaß und nach einer wunderbaren
Auffahrt auf die Paßhöhe gönnten wir uns zur Belohung
etwas zu trinken und hielten die Gesichter in die Sonne, die vereinzelt
tief hängenden Wolken ignorierten wir gediegen. |
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Aber
aber .....auf der Abfahrt vom Rollepaß erwischte es uns dann
doch: Regen und Hagel bremsten unsere Fahrt, so dass wir spontan
entschieden , uns via Passo di Valles langsam Richtung Heimweg zu
machen. Bereits angenäßt und bei strömenden Regen
retteten wir uns auf der Paßhöhe des Valles-Passes in
das dortige Gasthaus mit imho dem besten Latte macchiato des gesamten
Urlaubes. Nachdem der Regen langsam nachließ ging es dann
via Predazzo, Castello und Ora Richtung Bozen. Bei der Durchfahrt
von Ponte Gardena erschien das Wetter wieder etwas zuverlässiger
zu sein, so dass wir noch einen kleinen Abstecher über den
Panider Sattel (SS++) Richtung St. Ullrich einbauten und uns dann
nach 230 km wieder in Laien einfanden.
Beim Abendessen wurden wir dann mit einer Light-und Flash-Show des
abendlichen Gewitters belohnt und beglückwünschten uns
umgehend ob der Tatsache, dass wir nunmehr im Trockenen saßen. |
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Samstag,
25. Juni:
leider der Abreisetag... |
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Aber
auch dieser Urlaub hatte sein unvermeidbares Ende.....und so machten
wir uns gegen 10 Uhr nicht so ganz froh gelaunt auf die Heimreise.
Die auf der Hinfahrt so locker gefahrenen Kilometer machten insbesondere
mir reichlich Probleme. Aus anfänglich ungeklärter Ursache
hatte ich große Probleme mit Windturbulenzen am Helm, es wurde
dann wesentlich besser, als ich den Tankrucksack ein wenig anders
positionierte, aber windig war es noch immer....und es war schrecklich
heiß. |
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Da
sich vor der Brenner-Maut ein Stau anbahnte, wurde rasch entschieden,
die Alternativ-Route über die„alte Brenner-Straße“
zu nehmen, was sich zumindest bis nach dem Überwinden einer
Baustellenampel als Fehler herausstellte: Wir brutzelten in unserem
Saft in sengender Sonne und zähem Stop-and-go.
Die zähe Strecke zwischen Brenner und Fernpaß überwanden
wir auch irgendwie, und über den Fernpaß ging es eigentlich
auch ohne weitere Probleme.
Die Durchfahrt durch Österreich war ereignislos öde und
als wir dann endlich die deutsche AB erreichten, mußten wir
uns, dank meiner Windprobleme auf eine Geschwindigkeit zwischen
120 und 130 km/h einpendeln. |
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Und
irgendwann gerieten wir dann doch in Regen, so dass wir einen Parkplatz
zum Anziehen der Regensachen nutzten. Für mich ein fataler
Fehler, denn bisher hatte ich die Kombi noch nie bei Geschwindigkeiten
jenseits 80 km/h angehabt.
Und die Physik schlug ungehindert zu. Ich fuhr mit einer aufgeblasenen
Kombi durch die Gegend, der Fahrtwind riß an mir....und meine
Kräfte gingen allmählich auch dank des Hitzestaus innerhalb
der Kombi zur Neige, so dass wir zu einem erneuten Zwischenstop
gezwungen waren; die Kombi flog mal gleich in den dort befindlichen
Mülleimer und in meinen Mund flog ein halber Stapel Traubenzucker...und
ganz allmählich kamen die Kräfte wieder zurück.
In Rücksichtnahme auf mich fuhren wir dann weiterhin etwas
verhalten langsam Richtung Heimat.
Mit jedem Kilometer wurde es waschküchenähnlicher, aber
wir blieben wenigstens trocken. |
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| Um
18.30 Uhr waren wir dann endlich daheim.... Summa sumarum hatten
wir 2954 km absolviert und die spürten wir nun mit voller Vehemenz
in unseren Hintern und so bleibt als Resumee nur zu sagen: |
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ES
WAR GENIAL !!! |
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