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| Zunächst
war Südtirol und Dolomiten "nur" ein Motorradgebiet,
mittlerweile ist es für uns sehr viel mehr, sowas wie ein zweites
Zuhause, das man am liebsten zu seinem ersten Wohnort machen würde. |
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| Wie
ich auf Südtirol kam, weiß ich nicht mehr so genau. Mag
sein, daß ich es einfach irgendwo im Netz aufgeschnappt hatte
oder darüber in irgendeiner Zeitschrift gelesen hatte. |
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| Das
Einzige, was ich noch recht genau weiß, ist, wie mir ein Motorrad-Kumpel
erstens den Ort Lajen als Standort empfahl und mir zweitens prophezeit
hatte: "Glaub mir, Du wirst Südtirol lieben !" |
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| Er
hat Recht behalten, und wie. |
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| Ich
weiß noch, als ob es gestern gewesen wäre, wie ich auf
der Brenner-Autobahn eine Gänsehaut nach der anderen bekam, als
ich vom Mopped aus die gewaltigen, schneebedeckten Berge sah, die
so nah schienen und deren Befahren so viel tolle Zeit in Anspruch
nehmen sollte, wie ich später gelernt habe. |
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| Die
nächste tolle Erfahrung war und ist heute immer wieder "unsere"
Hubertusstube.
Das betrachte ich heute noch als einen Glücksgriff, daß
ich dieses Hotel am Fuße des Ortes Lajen übers Internet
gefunden habe. Wie oft wir mittlerweile dort zu Gast waren, weiß
ich nicht mehr, aber wohl, daß wir immer wieder dorthin wollen.
Wenn wir da ankommen, fühlt es sich mittlerweile nicht mehr nur
wie ein Hotel an und den Menschen dort fühlen wir uns sehr freundschaftlich
verbunden. Und das Essen dort, sag ich Euch... |
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| Warum
wir uns in Südtirol so heimisch und schlicht so sauwohl fühlen,
kann ich nicht so recht erklären, wahrscheinlich ist es die Kombination
mehrerer Faktoren mit einem Schuß gewöhnlicher Verklärung,
wie jemand auch von "seinem" Campingplatz schwärmt,
den er seit Jahrzehnten ansteuert: |
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| Da
war zunächst einfach mal das grandiose Motorradgebiet, das Südtirol
zu bieten hat. Es gibt wohl kaum eine andere Region in den Alpen,
die auf diesem engen Raum so viele Pässe zu bieten hat. Von Paß
zu Paß sind es meistens wenige Kilometer, man fährt kaum
einmal länger als 10-20 Minuten, bis wieder der nächste
Paß anfängt. Es sei denn man fährt mitten im August
und hat Hunderte von Wohnwagen und -mobilen vor sich... |
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Aber
je länger man dort "nur" Motorrad fährt, desto
mehr schaut man zwischendurch immer wieder die einfach nur schöne
Landschaft an. Sehr viel Grün, viel Wald und dazwischen immer
wieder diese majestätischen Berge, die diese gelassene Ruhe
ausstrahlen, die sich auf einen überträgt, je länger
man sie betrachtet. |
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| Die
Ortschaften haben ebenfalls sehr viel zu bieten, mit den Augen des
Urlaubers betrachtet am ehesten mit urig bis putzig zu beschreiben.
Die Menschen dort strahlen eine gewisse Gelassenheit und Ruhe aus,
die Hektik und Geschäftigkeit, die einen bei uns verfolgt, wird
einem dort ganz schnell fremd. Mag sein, daß dieser Effekt teilweise
durch uns selbst entsteht, da wir ja dort in Urlaub sind und daher
selbst entspannter. Und bestimmt haben die Menschen dort ebenso ihre
Sorgen wie wir hier; und trotzdem hat man das Gefühl, daß
sie das dort gelassener nehmen und das Leben etwas leichter dahingeht.
Vielleicht ist es die viel gerühmte italienische Lebensart, jedenfalls
überträgt sich dieses Gefühl auf mich, kaum hab ich
den Brenner überquert. Außerdem wird dann schlagartig der
Cappucino seines Namens würdig... |
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[nach
oben] |
| Um
dieses Gefühl in sich aufzusaugen, setze man sich in Bozen auf
dem Walther von der Vogelweide Platz in irgendein Straßencafe,
genieße die Aussicht und schaue einfach den Menschen zu. Unser
Favorit ist das Walters, wo man auch sehr lecker essen kann, sowie
bei gutem Wetter auch im Winter draußen auf der geheizten Terrasse
sitzen kann. Bei einem oder mehreren Cappucini (?) die vielen elegant
gekleideten Mittagspäußler anschauen.... netter Zeitvertreib
! |
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| Danach
schlendert man zum bekannten Bozener Markt, der gleich um die Ecke
jeden Tag stattfindet und erfreut sich an der Farbenpracht der Obst-
und Gemüsestände. Da sieht man Sachen, die sieht man bei
uns nur in Kochbüchern. |
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| In
der Fußgängerzone unter den Arkaden kann man auch bei schlechterem
Wetter schlendern und shoppen, und es ist für jeden Geschmack
und Geldbeutel was geboten. Und unbedingt bei Seibstock
reinschauen. Ein altes traditonsreiches Feinschmeckergeschäft,
wo einem das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn man nur an den
Regalen entlangläuft. An der Frischpasta-Theke kann man sich
das Abendessen gleich zusammenstellen und mitnehmen, wenn man nicht
aufpaßt, gleich für mehrere Tage.... |
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| Der
nächste Ort läuft am ehesten unter putzig: Klausen, direkt
neben der Autobahn im Eisacktal gelegen. Hat eine sehr schöne
Altstadt, die im wesentlichen aus einer einzigen Straße besteht,
durch die sich einmal der gesamte Verkehr gequält hat, bevor
es die Brenner-Autobahn gab. Heute kaum vorstellbar. Durchs große
alte Stadttor aus Richtung Brixen kommend, liegt nach wenigen Metern
auf der linken Seite die Pizzeria "Walter
von der Vogelweide", ja der Typ ist da recht bekannt, liegt
wohl daran, daß er da herkommt. In dieser Pizzeria kann man
herrlich schlemmen, die Pizzas da sind weltklasse, aber auch die anderen
Gerichte sind klasse. Im Sommer sitzt man auf der Terrasse nach hinten
zur Eisack hinaus. |
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| Läuft
man die Straße durch zum anderen Ende, biegt man direkt vor
der Brücke über einen Bach nach rechts ab und läuft
die Gasse ganz durch bis zu einem laufenden Rad einer Wassermühle,
hier befindet sich der Eingang zur nächsten Pizzeria, in der
eher Einheimische einkehren. Will man etwas gediegener und teurer
speisen, kann ich Euch den kleinen Ort Gufidaun empfehlen. Wenn man
in Klausen von der SS 12 Richtung Lajen abbiegt, biegt man unmittelbar
vor der Autobahnauffahrt wieder links ab und ist nach ein paar Höhenmetern
im Ort. Dort sucht man den Turmwirt
auf und genießt die freundliche Gastfreundschaft sowie das lecker
Essen. Der Unterwirt
im gleichen Ort soll von gleich guter Qualität sein, bisher haben
wir es aber noch nicht dorthin geschafft. Noch ein kulinarisches Kleinod
scheint dieses zu sein: Ansitz
Fonteklaus. Haben wir aber auch noch nicht probiert. |
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| Ihr
seht schon, ein Thema kommt immer wieder: das Kulinarische. Man kann
in dieser Gegend einfach auf Schritt und Tritt lecker essen. Selbst
an der Würstelbude
am großen Parkplatz in Klausen schmeckt die Bratwurst oder
die Currywurst einfach leckerer als bei uns, wenn man gleichzeitig
auf die Eisack oder hoch aufs Kloster Säben schaut. |
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| Und
überhaupt, Kloster
Säben. Thront hoch oben über der Stadt, ist nur zu Fuß
in ca. 40 Min. von Klausen aus zu erreichen und lohnt diesen Marsch
auf jeden Fall. Oben angekommen hat man einen tollen Blick über
Klausen und ins Eisacktal. |
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| Das
war zunächst mal der erste Versuch einer Schwärmerei über
Südtirol im allgemeinen und der Gegend um Brixen, Klausen und
Bozen im speziellen. Wenn mir weiter was einfällt, werd ich immer
mal wieder was reinschreiben. Sollte jemand weitere Fragen oder Tips
über diese Gegend haben wollen, freue ich mich jederzeit uüber
ePost... |
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