2 Februar, 2010
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Wer ist Bogo und wie kam er zum Motorrad ?

 

..etwa 1977, ich glaube auf einer Goldwing eines Motorradreisenden auf einem rumänischen Campingplatz...
 
.. und 2009 auf der legänderen Frankreich-Alpen-Tour beim Kartenfummeln und
Navi-Klicken...

Der Spitzname Bogo ist mir irgendwann mal zugelaufen - so wie ein paar andere auch, die ebenso im Umlauf sind. Als da wären Humphry, elBogo, Bogy, Bogomir... Bogo hab ich dann genommen als Nickname im Boxer-Forum.

Bogo
Die Motorradkarriere
Große Pause
Der Neuanfang I
Das erste Motorrad
Die grausame Pause
Der Neuanfang II

 

Mein echter Name lautet Maciej Bogacz und mit dem Maciej tun sich deutsche Zungen etwas schwer; Bogacz geht dann wieder, das cz darin wird gesprochen wie tsch - also wie Bogatsch

Das Ganze kommt daher, dass ich in Polen geboren wurde und im Alter von 10 Jahren 1980 nach Deutschland kam.

Mein derzeitiger Standort ist Mannheim mit Arbeitsplatz in der Anästhesie-Abteilung der Uniklinik Heidelberg.

     
Die Motorradkarriere...  
Seit ich denken kann, haben Gefährte aller Art eine besondere Anziehung auf mich ausgeübt, ursprünglich vor allem Autos. Meine Mutter hat mir das Folgende überliefert, ich selbst kann mich nicht mal daran erinnern:  
Irgendwann hab ich wohl spitzgekriegt, dass das runde Rad vor dem Fahrer und der Hebel zwischen den Sitzen im Auto elementare Dinge fürs Autofahren sind. Also zu Hause in der Küche einen schnittigen Topfdeckel und einen formschönen schlanken Holzlöffel besorgt.  
Dann den Löffel zwischen zwei Sofakissen gesteckt, fertig war die Gangschaltung. Den Topfdeckel fest in beide Häde und los ging die Reise mit dem ersten eigenen Auto in unbekannte Länder.  
Meine Mama hatte ihre Ruhe, denn solange das "Motorengeräusch" zu hören war, war ja alles in Ordnung. Mit Motorrädern hatte ich da noch nix im Sinn...  
Die Blickführumg war damals noch nicht sonderlich ausgefeilt - immer genau vors Vorderrad !
Mit sieben Jahren und zwei bis drei Kissen unter dem Hintern hab ich dann erstmal das echte Autofahren gelernt, auf einsamen Feldwegen auf dem Land in Polen; etwa zur gleichen Zeit begann ebenso das Mofa in der Garage nach mir zu rufen...  
Zunächst hab ich jeden Tag meinen Vater genervt, mit mir als Sozius zum Tagesabschluß ein paar Runden auf den altbekannten Wegen zu drehen. Der war dann irgendwann so genervt, daß er mir beibringen mußte, wie dieses Ding zu bewegen ist. Und das war dann wohl der Beginn meiner Zweiradleidenschaft.    
Dieses Mofa hatte so um die 5 bis 6 PS und lief mit Anlauf ca. 30 km/h, nach nicht allzu langer Zeit war DAS natürlich nicht mehr reizvoll. Also kam was größeres, nämlich eine JAWA, immerhin schon mit Fußschaltung und drei Gängen.    
Das Teil lief für mich beeindruckende 60 km/h. Helm oder Schutzkleidung kannte ich damals natürlich noch nicht, irgendwann hab ich lediglich die Lederhandschuhe meiner Mutter für meine Zwecke entdeckt, weils halt cool aussah...Leider hab ich von dem Hobel keine Bilder im Web gefunden.    
Große Pause ...  
Dann kam die lange Pause, nachdem ich nach Deutschland kam. Hier gabs natürlich eine Menge Moppeds, aber keinen Dorfsheriff, der sämtlich Augen zudrückt, wenn ein knapp Zehnjähriger auf einer Fünfziger ohne Führerschein und Helm die Hühner scheucht. Außerdem fand ich damals die deutschen Autos noch interessanter, wie vom anderen Stern...    
Das Mopped-Virus war fast ausgestorben, ich war mittlerweile 27 Jahre alt und mit so ernsthaften Dingen wie dem Medizinstudium in den letzten Zügen beschäftigt, doch dann: die IAA in Frankfurt 1997.    
Der Neuanfang I  
Mit einem Kumpel, der damals eine Kawa ZZR 1100 fuhr (oder gerade nicht mehr ?) haben wir eben die IAA 97 besucht. Schon am Ende des Tages hats uns ins BMW-Zelt verschlagen und dort standen auch die Moppeds herum. Ich stand vor einer 1100 GS und saß kurze Zeit später auf ihr, und da ist es passiert:    
Das Virus, das jahrelang in mir geschlummert hatte, wurde mit einem Schlag wieder aktiv. Ich sah mich schon auf dem Motorrad in ferne Länder reisen, abends am Lagerfeuer vor dem Zelt mit anderen Geschichten austauschen, kurz: ich war der Motorradfahrer vor dem Herren !    
Der Haken: genau wie mit zehn Jahren in Polen hatte ich noch keinen Führerschein, nur in Polen hats keinen gestört, hier schon eher. Auf der Rückfahrt hab ich erstmal alle Daten der BMW GS in mich aufgesaugt, denn es war klar: irgendwann ist sie mein !!    
Am nächsten Tag gleich mal eine Fahrschule gesucht, die meine enge Termingrenzen mitgemacht hat und Anfang September mit dem Führerschein angefangen. Eigentlich war ich komplett verrückt: zu diesem Zeitpunkt hab ich aufs dritte Staatsexamen Medizin gelernt und sollte eigentlich nix anderes im Kopf haben.    
Aber es hat funktioniert: am 10. Nov 97 brachte ich das Staatsexamen hinter mich und am 27. Nov die Führerscheinprüfung, damals noch den stufigen.    
Das erste Motorrad  
Gleichzeitig natürlich überlegt, welches Mopped es denn nun werden soll. Mein Traum einer BMW 1100 GS war natürlich nicht zu bezahlen, also eine Nummer kleiner. Da mir schon länger Reiseenduros gefielen, fiel mein Blick auf die kleine BMW F650 und die Honda Transalp. Da die Honda größer war und ich mich darauf einfach wohler fühlte, wurde sie mein erstes Motorrad.  

Am Tag der Führerscheinprüfung hab ich sie beim Händler abgeholt und am nächsten Tag meinen Eltern vorgestellt, die keine Ahnung davon hatten, daß ich den Führerschein gemacht hatte und schon gar nicht, daß ich diese Maschine nun besaß. Die Gesichter waren nicht schlecht, :-)), aber am besten der Spruch meiner Mama:
Bist du verrückt, ohne Führerschein zu fahren !!

 
Mit der Transalp war ich dann drei Jahre und 48.000 km unterwegs, und das alles in allem sehr zufrieden. Zwei größere Touren waren dabei, die erste nach Mallorca im Mai 99 und im Juni 2000 in die Pyrenäen.    
Die grausame Pause  
Dann, im November 2000, hab ich die Transalp verkauft, weil Kohle für ein neues, gebrauchtes Auto her mußte. Mann, war ich fertig, hätte schier geheult, als sie vom Käufer auf dem Hänger abtransportiert wurde. Ehrlich gesagt hab ich das später nachgeholt... :-((    
Der Neuanfang II    
Dann begann eisernes Sparen und unter glücklichen Umständen war es Ende 2001 soweit: ich hab mir eine nagelneue BMW 1150 GS bestellt !!! Am 18. Februar 2002 war es dann soweit und seitdem bin ich stolzer Fahrer meines Grauschnabels.